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Einführungsartikel

Die Energiewende fängt zu Hause an!

Der Klimawandel ist schon heute Realität. Seine Auswirkungen auf den Menschen sind jedoch sehr unterschiedlich. So trifft er vor allem die armen Länder der Welt, die nicht über die finanziellen oder technischen Fähigkeiten verfügen, um sich anzupassen.

Die Uhr tickt

Der Klimawandel gilt als eine der größten Gefahren für die Menschheit. Einige Auswirkungen, wie extreme Wetterwechsel, ein Anstieg des Meeresspiegels und eine Zunahme der Ozon-Werte sind heute schon spürbar, die langfristigen Folgen jedoch noch schwer abschätzbar. Vor allem die armen Länder der Welt, die nicht über die finanziellen oder technischen Fähigkeiten verfügen sich den neuen Bedingungen anzupassen, leiden unter der Erderwärmung. Die klimaschädlichen Treibhausgase selbst werden hingegen überwiegend von den heutigen Industrie- und zunehmend auch in den großen Schwellenländern produziert. So ist der Umstand, dass sich sowohl die Atmosphäre als auch die Temperatur der Ozeane seit Mitte des 19. Jahrhunderts um durchschnittlich 0,8 Grad erhöht hat laut Experten zu 63 % auf den Gasausstoß von sieben Staaten zurückzuführen. Deutschland gehört dabei neben den USA, China, Russland, Brasilien, Indien und Großbritannien zu den Hauptverantwortlichen.

Positionen im Überblick
Wer stoppt den Klimawandel?

Klimawandel als globale Verantwortung

Um die Emissionen erfolgreich zu reduzieren, müsste das Problem folglich auf globaler Ebene angegangen werden. Als wichtigstes Mittel um den Klimawandel aufzuhalten gilt dabei die Umstellung auf erneuerbare Energien. Nicht nur unter Experten, sondern auch zwischen den Nationen herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, wie die Umstellung genau zu bewerkstelligen ist, ohne dass ökonomische Systeme übermässig belastet werden und wirtschaftliche Einbußen in Kauf zu nehmen sind. Vor diesem Hintergrund wird umso heftiger darüber gestritten, wer denn nun welche Verantwortung und Kosten zu übernehmen hat. Vertreter einer staatengeregelten Lösung stehen dabei Vertretern eines transnationalen Lösungsansatzes gegenüber.

Heere Ziele oder leere Versprechen ?

Die EU hat in den vergangenen Jahren sehr intensive Bemühungen unternommen, um ihre energiebedingten klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren. So wurden verbindliche Ziele zur Verringerung der klimaschädlichen Treibhausgase, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Verringerung des Energieverbrauchs verabschiedet. Unter anderem wurde beschlossen, die Treibhausgasemissionen innerhalb der EU bis 2020 um 20% zu reduzieren. Zudem wollen Länder wie Deutschland mit der „Energiewende“ den nahezu vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien innerhalb einer Generation wagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im April 2007 einen 8-Punkte-Plan zur Senkung der CO2-Minderung um 40% bis 2020 vorgelegt. Für die Menschen in  Deutschland und der EU bedeutet dies eine Vielzahl von Herausforderungen.

Doch welche Rolle soll die EU in der Bewältigung der damit verbundenen Aufgaben einnehmen? Nach den jüngsten Entwicklung scheint es, als seien wir dabei unsere weltweite Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel zunehmend zu verspielen. In Zukunft sollen die Mitgliedsstaaten wieder verstärkt selbst entscheiden dürfen, wie sie die Energiewende gestalten und die Verringerung von Treibhausgasen und des Energieverbrauchs vorantreiben wollen. Ist das sinnvoll? Muss die Klima- und Energiepolitik möglicherweise tatsächlich Eigesache der Mitgliedsstaaten bleiben um wirklich effektiv zu sein? Sind one-size-fits-all Lösungen auf EU-Ebene vielleicht sogar kontraproduktiv?


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Foto: flickr/Solarpark Burgweisach by Windwärts Energie, CC BY-NC-ND

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Die Debatte 8 Kommentare

  1. von Sowi LK Heinrich Heine Gesamtschule Aachen Herr Gerold - Felix W.ehrle und Lukas v.D.
    Antworten -

    1. EU als Vorreiter im Klimaschutz

    Liebe Bürger der EU,

    Unser Klima verändert sich. Dies zieht deutliche Konsequenzen nach sich, wie z.B. häufige Stürme und Unwetter oder das Abschmelzen der Pole. Dagegen müssen wir etwas unternehmen!
    Die EU sollte unserer Meinung nach als Vorreiter im Klimaschutz agieren und sich ergeizige Ziele setzen. Ein Beispiel dafür wäre die Verringerung der Treibhausgase oder der Ausbau erneuerbarer Energien. Diese sollte in alles Mitgliedstaaten Pflicht werden!

    • Handeln ist notwendig!

      Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

      der Klimawandel betrifft uns alle. Manche mögen die Problematik weniger spüren als andere, jedoch müssen wir uns der Herrausforderung stellen!

      Dies bedingt eine unmittelbare Vorreiterrolle der EU, welche sie beispielsweise in konkreten Verordnungen, die das Handeln der Mitgliedsstaaten verpflichten, ausübt. Diese beziehen sich auf Treibhausgase und die Energiewende und sollten im wesentlichen einen fördernden anstatt einen mahnenden Charakter haben.

  2. von Heinreich Heine Gesamtschule & Anne-Frank-Gymnasium - Sowi-LK - Julius & Nic
    Antworten -

    2. Verbindliche Verordnungen bezogen auf Energie- & Klimapolitik auf EU-Ebene

    Wir stimmen der Position der verbindlichen Verordnungen auf EU-Ebene zu, da wir es für wichtig halten die Stellung der EU, wie bisher, aufrecht zu erhalten und den anderen Staaten als Vorbildsfunktion zu fungieren.

    Man sollte zum Beispiel folgende Verordnungen zugrunde legen:

    -einheitliche Abgasnormen gegen die Luftverschmutzung
    -Förderung der Infastrukturen in ärmeren Staaten
    -Vorrang für erneuerbare Energien

    Durch verbindliche Verordnungen auf der Ebene der EU würde ein größerer Zusammenhalt zwischen den EU-Mitgliedsstaaten entstehen, wodurch alle EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam den Klimaschäden entgegen wirken würden.

  3. 3. Energiepolitik der EU

    Deutschland ist schon jetzt Vorreiter beim Klimaschutz. Dies kostet viel Geld und ist wirkungslos, wenn andere Länder, ja ganze Kontinente nicht mitziehen. Unser Engagement ist wichtig, es soll Vorbild sein. Die EU muss daher Verbindliche Maßnahmen beschließen. Doch die meisten Mitgliedsstaaten haben nicht die Möglichkeiten aus eigener Kraft die Maßnahmen umzusetzen. Wir müssen international dafür sorgen, dass andere Industrieländer unser Niveau ebenfalls erreichen.

    Schon jetzt werden unter dem Namen des »Klimaschutzes« zahlreiche unsinnige Maßnahmen durchgeführt, z. B. die Abschaffung der Glühbirnen und Staubsauger Verordnungen . Das muss nicht sein und ist meiner Meinung nach Unsinnig. Wenn sollte man schon ernst zunehmende Maßnahmen beschließen

  4. von Sowi LK HHG & AFG
    Antworten -

    4.

    Das Erreichen der Klimaziele ist enorm wichtig, da die Auswirkungen des Klimawandels schon erkennbar sind. Da die Problematik schon so weit fortgeschritten ist, muss die EU handeln, auch wenn dies bedeut, die Vorreiterrolle einzunehmen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die anderen Staaten mit Engagement nachziehen.
    Eine Möglichkeit andere Länder zum Klimaschutz zu motivieren wäre die finanzielle Unterstützung des damit verbundenen Umbaus.

  5. von Nils Petermann
    Antworten -

    5. Vorbild ausbauen, Kosten in Griff bekommen

    Um andere Länder zu motivieren, sollte die EU einerseits klare, ambitionierte Ziele für 2030 festlegen, und andererseits die Kosten in den Griff bekommen. Denn niemand will ein Vorbild nachmachen, dass zu hohe Kosten hat. Daher ist es trotz allem Widerstands der Grünen wichtig, dass teure nationale Politiken wie das EEG effizienter gemacht werden.

    Übrigens ist Europa nicht mehr allein als Vorreiter. Kalifornien z.B. ist stark am aufholen und hat Kooperation mit Quebec und Mexiko für ambitionierten Klimaschutz begonnen. Da können auch Europäer noch was lernen.

  6. von Peettteeerrr
    Antworten -

    6. Schule

    Die Energiewende fängt auf jeden fall zuhause an. Aber bevor das passieren kann, müssen die Menschen aufgeklärt werden. Mann muss ihnen mehr zeigen, was Energiewende bedeutet. Am besten ist es, wenn einem sowas in der Schule erklärt wird. Wenn man von klein auf ein Gefühl dafür hat.

  7. 7. Klimawandel

    Das Klima verändert sich stark. Dies zieht Konsequenzen nach sich, wie die Abschmelzung der Pole und die dadurch leidende Umwelt mit ihren tierischen Bewohnern. Dagegen müssen wir etwas unternehmen!
    Die EU sollte unserer Meinung mit vorbildlichem Handel ihr Klima schützen und sich dies als Ziel setzen. Ein Beispiel dafür wäre der Ausbau erneuerbarer Energien. Dabei sollten alle EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam den Klimaschäden entgegen wirken und anfangen ihr Klima zu schützen.