Forderung zu "Klima"

Mehr Klimaschutz für weniger Geld

Im Klimaschutz ist Europa gefragt. Mit ehrgeizigen Zielen zur Reduktion von Emissionen können wir günstigen Klimaschutz erreichen, und weltweit Partner zum Mitmachen motivieren. Mit einem Treibhausgas-Reduktionsziel für 2030 von 50% gegenüber 1990 kann die EU ein klares Signal für Investitionen in Klimaschutz setzen, das der Wirtschaft Planungssicherheit gibt. Statt auf starre Technologieziele und überhöhte Subventionen sollte die EU-Strategie aber auf Marktwirtschaft und Einheit in Vielfalt setzen. Denn nur wenn Mitgliedsstaaten und Unternehmen ihren Weg zu kosteneffizientem Klimaschutz frei finden können, entsteht daraus ein überzeugendes Beispiel für den Rest der Welt.

Für ambitionierten und wirtschaftlichen Klimaschutz kann die EU folgenden Rahmen setzen:

1: 50% weniger Treibhausgas-Emissionen bis 2030 (gegenüber 1990).

Die EU-Kommission hat bereits ein 40%-Ziel vorgeschlagen, aber Studien im Auftrag der britischen Regierung legen dar, dass auch ein 50%-Ziel nur geringfügig höhere Kosten bringen würde. Dadurch, dass ein starkes Ziel ein besonders klares Zeichen für Investoren gibt, ist es langfristig günstiger – vom Nutzen für das Klima ganz abgesehen.

2: Flexibilität in der Umsetzung.

Um Unternehmen, Bürgern und Mitgliedsstaaten die Freiheit zu lassen, die besten Wege zu finden, sollte die EU sich weitgehend auf das Emissionsziel beschränken. Dadurch wird der Emissionshandel gestärkt, der es erlaubt, Emissionen dort zu reduzieren, wo es am günstigsten ist. Ob hierbei auch Atomkraft oder andere kontroverse Lösungen zum Einsatz kommen dürfen, liegt im Ermessen der Mitgliedsstaaten und deren Bevölkerung.

3: Die Auktionseinnahmen eines gestärkten Emissionshandel brauchen sinnvolle Verwendung.

70% der Einnahmen sollten gleichmäßig an alle Europäer verteilt werden, denn Individuen wissen mit Geld besser umzugehen, als die Politik. 15% der Einnahmen können die Mitgliedsstaaten verwenden, um Energieeffizienz zu finanzieren oder Steuern zu senken; 10% sollten Forschung, Entwicklung und grenzüberschreitende Stromnetze fördern; und die restlichen 5% können jene Mitgliedsstaaten unterstützen, für die Klimaschutz eine besonders große Herausforderung ist.

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