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Einführungsartikel

Zwischen Freizügigkeit und Hightech-Festung! Mobilität und Migration in Europa

Bei der Wahl von Wohnort, Arbeits- und Ausbildungsplatz genießen EU-Bürger_innen große Freiheiten. Die Außengrenzen der EU werden dagegen stark bewacht. Wie viel Abschottung und wie viel Solidarität kann sich Europa leisten?

Mobilität und Migration: Autor_innen, Thesen, Beiträge

Vor allem beim Umgang mit Zuwanderung steht die Migrationspolitik der EU vor großen Herausforderungen. Das zeigen die prekäre Flüchtlingssituation vor Lampedusa und den europäischen “Hightech-Außenposten” Ceuta und Melilla besonders drastisch. Das machen aber auch die Ergebnisse des jüngsten Volksentscheides in der Schweiz und die – vor allem in Deutschland geführte – Debatte um Sozialleistungen für EU-Bürger_innen aus ärmeren Ländern deutlich.

Wie soll Migrationspolitik in Europa zukünftig aussehen? Das wollen wir u.a. mit EU-Justizkommissarin Viviane Reding, mit der Wissenschaftlerin Mechthild Baumann vom Institut für Migrations- und Sicherheitsstudien, dem Journalisten Okan Bellikli, Mentee von  ”Neue Deutsche Medienmacher”, und natürlich mit Ihnen und Euch diskutieren.

Hier ein Überblick über die Thesen und Positionen, die unsere Debatte um „Migration in Europa“ in den kommenden Wochen begleiten:

Positionen im Überblick
Mehr Festung oder mehr Freiheit?

Was Jugendliche und junge Erwachsene über Mobilität innerhalb der EU denken, ob sie die vorhandenen Freiheiten selbst nutzen oder als zu weitgehend ablehnen, hat “Du hast die Macht” in dieser Straßenumfrage eingefangen. Zur Freizügigkeit in Europa wird sich auch Viviane Reding äußern. Ob innerhalb der EU eine Armutsmigration von (Süd-)Ost nach (Nord-)West droht, diskutiert der Leiter des KAS-Auslandbüros in Bulgarien, Marco Arndt, in einem Länderbericht. Dass Migrationspolitik nicht allein auf europäischer Ebene verhandelt werden kann sondern auch den Dialog mit Herkunfts- und Transitstaaten umfassen muss, wird Mechthild Baumann ausführen. Daran anknüpfend vertritt Okan Bellikli in seinem Beitrag die Position, dass sich die EU nicht völlig nach außen abschotten kann zugleich aber auch nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen kann.

Unsere Tipps zum Weiterlesen:

Foto: Stacheldraht/Barbed Wire by Christian Schnettelker,  CC BY 2.0

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Die Debatte 5 Kommentare

  1. von SoWi-LK-HHG/AFG-Aachen-AliAndiMoritz
    Antworten -

    3. Die Migration als zweischneidiges Schwert

    Wir finden, man muss die Migration von zwei Seiten betrachten:
    Einerseits ist die Migration von qualifizierten Arbeitnehmern problematisch. Viele dieser Länder stecken (für Sie) viel Geld in die Ausbildung und Qualifizierung dieser Arbeitnehmer, nur damit Sie dann in einen Industriestaat gehen, um deren Wirtschaftskraft minimal zu steigern. Diese qualifizierten Arbeitskräfte fehlen dadurch den Entwicklungsländern.
    Andererseits ist Migration natürlich wichtig und richtig: Menschen, die keine Perspektiven in ihrer Heimat haben, benötigen Hilfe und Industriestaaten wie Deutschland haben die Mittel, ihnen zu helfen und langfristig braucht Deutschland auch Migranten, um dem demografischen Wandel entgegen zu wirken.

  2. 4. Problematisch

    Ich sehe es eher problematisch da die Menschen die hierher kommen haben keine Deutschkenntisse und die meisten Menschen haben keinen Berufsausbildung der in Deutschland anerkannt ist. Es ist für beide Seiten sehr problematisch, da die Menschen diskriminiert werden aufgrund der Unterschiede dadurch grenzen sie sich mehr von der Gesellschaft aus. Dass führt natürlich dazu das sie ihre Deutschkenntnisse nicht erweitern können und keine Arbeitsstelle finden können.

  3. 5. Der Wille zur Veränderung

    Das Problem ist meiner Meinung nach nicht die Menge der Flüchtlinge, sondern deren Integration in der Bevölkerung. In Berlin wollte man auf einmal kein Asylantenheim mehr ? Wir sind doch alle so tolerant und gastfreundlich, scheinbar nicht. Das ist das Kernproblem, bei Veränderung und anderen helfen, erstmal ja. Doch wehe man ist selbst betroffen.
    Ich halte die EU und DE aber rein wirtschaftlich und finanziell für Leistungsfähig genug, um weit mehr Flüchtlinge aufzunehmen als es aktuell der Fall ist.

    Die Migrationspolitik ist Sache der Politik, aber der Bürger muss mitziehen.